Der chinesische Tee und seine Bedeutung in China

In Teehäusern zelebrieren die Chinesen die traditionelle Teezeremonie

Tee besitzt seit Jahrhunderten einen festen Platz in der chinesischen Kultur und eroberte von dort aus die ganze Welt. Früher transportieren Händler das kostbare Gut über die Teestraße und den Seeweg in ferne Länder, in denen das chinesische Getränk zunächst ein Privileg der wohlhabenden Bevölkerung war. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kreationen, aber die traditionellen Teesorten Chinas bleiben weiterhin erhalten.

Die chinesische Teekultur

Die Wurzeln der chinesischen Teekultur reichen weit in die Vergangenheit zurück, denn bereits in der Qin-Dynastie, die von 221 bis 207 vor Christus dauerte, zahlten die Chinesen eine Teesteuer. Während er anfangs der wohlhabenden Bevölkerung vorbehalten war, gehörte der Teegenuss bald zu Ritualen im Familienleben. So überrascht es nicht, dass sich diese gesunde Getränk im traditionellen chinesischen Essen und Trinken etablierte. In Teehäusern gab es die Yum Cha, eine Art Teemahlzeit, zu der die Menschen einen kleinen Snack oder ein Hauptgericht essen. Jedoch führte die chinesische Kulturrevolution in den Jahren 1966 bis 1976 zur Schließung der Tierhäuser, die heutzutage wieder eröffnet sind.

Traditionelle Teesorten aus China

Als die Wiege des Tee entstanden in China verschiedene Sorten, die die Menschen seit Jahrhunderten trinken. Natürlich gibt es daneben moderne Varianten, doch sind die traditionellen Sorten ebenso wie die Ginko Geschichte fest mit der chinesischen Kultur verbunden.

Der Grüne Tee

Zu den bekanntesten ältesten Sorten gehört der grüne Tee, der Müdigkeit vertreibt und dem die Chinesen eine belebende Wirkung nachsagen. Zudem setzen übergewichtige Menschen ihn häufig zum Abnehmen ein, denn er reduziert die Aufnahme von Fett und hilft bei der Entschlackung. Grüner Tee entsteht aus zu Pulver zerriebenen Blättern, die Sie mit heißem Wasser übergießen.

Der Rote namens Schwarztee

Den chinesischen Roten Tee kennen die meisten Menschen unter dem Namen Schwarztee, der sich besonders in England großer Beliebtheit erfreut. Sein typisches Aroma erhält es aus ätherischen Ölen, die sich in den Blättern befinden. Ähnlich wie der Grüne Tee besitzt er eine belebende Wirkung und steigert temporär den Blutdruck. Daher gehören die Pflanzen der traditionellen Teesorten zu jenen mit heilender Wirkung. Alles Wissenswerte zu pflanzlichen Wirkstoffen finden Sie auf dem Gesundheitsportal DocJones.de.

Der Tee des schwarzen Drachens

Um die Entstehung des Oolong-Tees ranken sich einige Legenden. Eine Geschichte erzählt, dass ein Mann beim Anblick eines schwarzen Drachens oder einer Schlange einige Teeblätter fallen ließ, die in der Sonne oxidierten. Aufgrund seines besonderen Aromas findet der Oolong in der Teezeremonie mehrmalige Verwendung.

Die Urform chinesischen Tees

Vor mehr als 1.700 Jahren entstand der Pu-Erh-Tee aus einer Unterart der traditionellen Teepflanze Camellia sinensis und kam nach Tibet über die Teestraße. Neben seinem erdigen Aroma galt er lange Zeit als Wundermittel.

Gelber und Weißer Tee

Weißer Tee besteht aus hochwertigen Teepflanzen, stärkt das Immunsystem und besitzt Antioxidantien gegen freie Radikale, so dass die Chinesen ihn mitunter zur Unterstützung in der chinesischen Heilkunst einsetzen. Die Zubereitung erfolgt wie beim Gelben Tee mit abgekühltem Wasser, damit sich der Geschmack der wertvollen Zutaten entfaltet.

Bild: panthermedia.net Tanja Utracik