Bauernhaus kaufen: Was muss ich beachten?

Vor dem Kauf sollten Sie sich das Bauernhaus genau ansehen

Wohnen in den eigenen vier Wänden – ein genereller Lebenstraum vieler Menschen. Spezieller und beinahe visionär wird jener Traum, wenn er auf das Wohnen in einem Bauernhaus fokussiert. Gerade in den letzten Jahren ist das Leben auf dem Lande – und somit das Bauernhaus als Wohn- und Arbeitsstätte – immer beliebter geworden und wird inzwischen von nahezu jedermann als repräsentativ anerkannt.

Die Renovierung ist keine Kleinigkeit

Wenn Sie ein Bauernhaus kaufen möchten, sollte Ihnen eines klar sein: Der Weg vom oft heruntergekommenen und unwohnlichen Bauernhaus zum schmucken Historienbau mit Alarmanlage, der mit allem modernem Komfort versehen ist, erweist sich meist als weit und steinig. Es spielt kaum eine Rolle, ob Sie für die Renovierung und Sanierung eines Bauernhauses viel Eigenleistung erbringen möchten oder ob Sie für alle Arbeiten Fachleute engagieren – in beiden Fällen benötigen Sie  eine Menge Einsatzbereitschaft und Zeit, es gibt für Sie viel zu organisieren und zu planen, und es kostet Sie vor allem viel Geld. Selbst wenn Sie im Haushalt Strom sparen und staatliche Fördermittel aus dem Bereich der Denkmalpflege und möglicherweise zusätzlich noch niedrige Immobilienkredit-Zinsen den Erwerb eines Bauernhauses auch aus finanzieller Sicht interessant machen, sollte man sich die Kaufentscheidung gut überlegen und natürlich auch bei der Wahl des Hauses selbst einiges beachten.

Genau hinschauen bei der Besichtigung

Das Sanierungs-Abenteuer „Bauernhaus“ soll und muss nämlich nicht zu einem Alptraum werden. Nach der Auswahl eines in Frage kommenden Gebäudes, auf welches Sie via Anzeige oder durch eine private Empfehlung aufmerksam wurden, ist die Besichtigung vor Ort der Moment der Wahrheit, bevor die Entscheidung zum Hauskauf fällt. Schließlich haben Sie ja Augen im Kopf – aber mit diesen sollten Sie genau hinsehen, und Fragen stellen sollten Sie dem Verkäufer selbstverständlich auch. Es gilt, insbesondere die grundsätzlichen Mängel in der Bausubstanz zu erkennen, denn gerade deren Behebung macht eine Sanierung aufwendig und besonders teuer. Achten Sie also auf Risse und Löcher im Putz, hinter denen möglicherweise schon das Mauerwerk bröckelt – schauen Sie, ob im Dach Ziegel fehlen oder lose sind – riechen Sie „Probe“, ob der Geruch von Schimmel in der Luft liegt – seien Sie wachsam, ob die Wände irgendwo feuchte Stellen haben und ob es vielleicht durch die Ritzen an den Fenstern zieht. Sind jene Mängel vorhanden, so bedeutet dies nicht unbedingt, dass Sie die Finger von dem Haus lassen sollten – aber über den Preis sollten Sie dann schon noch mal verhandeln.

Bild: panthermedia.net Angelika Bentin