Schufafreies Konto: Ist die Eröffnung sinnvoll?

Jeder Mensch benötigt ab dem 18. Lebensjahr in Deutschland ein eigenes Girokonto, um die Versicherung zu bezahlen, das Gehalt zu erhalten und sonstige Überweisungen zu tätigen sowie Einzugsermächtigungen zu erteilen. Allerdings verweigern die Banken die Eröffnung eines Girokontos, wenn der Kunde einen negativen Schufa-Eintrag hat, mit seinem Konto über wenige Monate im Minus oder es wegen Pfändung gesperrt war. Den Betroffenen bleibt nur die Eröffnung eines schufafreien Kontos oder eines Guthabenkontos übrig.

Die Vor- und Nachteile des schufafreien Kontos

In der heutigen Zeit geraten Menschen in Schwierigkeiten, wenn Sie wegen eines negativen Schufa-Eintrages kein Girokonto eröffnen dürfen. Viele Betroffene entscheiden sich für ein Konto, bei dem die Schufa keine Meldung erhält und warten die Zeit bis zur Löschung des Eintrages. Jedoch sind diese Konten mit hohen Gebühren verbunden, so dass Sie gründlich das Kleingedruckte lesen und auf die Überziehungszinsen achten sollten. Außerdem ist es bei einigen schufafreien Konten nicht möglich, diese zu überziehen oder einen Dispokredit aufzunehmen. Je nach Anbieter fallen zusätzlich Gebühren für Überweisungen an. Da Sie jedoch ein Konto benötigen, empfiehlt sich die Eröffnung eines P-Kontos.

Das Pfändungsschutzkonto als bessere Alternative

Das Pfändungsschutzkonto, auch Guthaben- oder P-Konto genannt, erhalten Sie bei den Bankunternehmen. Da die Regierung den Schutz bei Kontopfändung zugunsten der Verbraucher stärkte, bleibt bei Pfändung ein Freibetrag von 985,15 Euro, der Ihnen trotz gepfändeter Beträge auf dem P-Konto zur Verfügung steht. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr kostenloses Girokonto bei drohender Sperre in dieses Guthabenkonto umzuwandeln. Hierzu stellen Sie bei der Bank den Antrag. Da Sie es nicht überziehen dürfen, erhalten Sie eine Bankkarte für den Geldautomaten, aber eine Kartenzahlung ist in Geschäften nicht möglich. Auf diese Weise warten Sie bis zur Schuldentilgung und Löschung des Schufa-Eintrags.

Wann löscht die Schufa die Einträge?

Nach drei Jahren löscht die Schufa negative Einträge, so dass Sie dann ein Girokonto oder Tagesgeldkonto eröffnen dürfen, um mit den hohen Zinsen effektiv zu sparen. Durch die Löschung erhalten Sie eine positive Schufa-Auskunft und haben die Möglichkeit, die verschiedene Geldanlagen sowie beispielsweise Finanztipps für die erste Wohnung zu nutzen, um aus dem Elternhaus auszuziehen.

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