Eine Musikanlage mieten: Was ist zu beachten?

Wer eine Musikanlage mieten möchte, um zum Beispiel bei einem Fest für Stimmung zu sorgen, muss ein paar Dinge beachten, damit er keine unliebsamen Überraschungen erlebt. Zunächst einmal sollten die Räumlichkeiten abgeklärt werden. Die Schallentwicklung, die Leistung der Anlage und die Größe des Raums müssen zueinanderpassen, damit die Anlage nicht über- oder unterproportioniert ist. Neben der Schallentwicklung, muss auch die Qualität der Soundübertragung stimmen. Ein zu hoher Klirrfaktor oder zu dominante Bässe können zu einer unangenehmen Schallentwicklung führen und sich über Schallbrücken fortsetzen. Über diese Werte sollte ein entsprechender Mietdienst Auskunft geben können, genauso wie über die Beschaffenheit des A/V-Receivers. Um über die Qualität des Sounds bestimmen zu können, sollte die Anlage eventuell über einen Equalizer und Soundfilter verfügen, damit der Klang den Raumgegebenheiten angepasst werden kann.

Stellfläche, Gewicht und Schutz

Die Raumbeschaffenheit ist natürlich wichtig für guten Klang, aber erst einmal muss die Anlage untergebracht werden. Wer eine große Musikanlage mieten möchte, sollte auch sicherstellen, dass die Geräte sicher aufgestellt werden können. Mischpult und Verstärker können schon recht große Dimensionen annehmen, die Sie von der Heimkinoanlage nicht gewohnt sind. Kommoden oder Tische sollten stabil gebaut sein, Filzunterlage sind eine gute Idee, wenn Sie Kratzer auf Ihren Möbeln vermeiden möchten. Für die Lautsprecher sollten Sie Ständer mit mieten, theoretisch können Sie zwar häufig auf Schränken o. ä. aufgestellt werden, doch ist dies nur behelfsmäßig und oft die schlechtere Wahl. Mit einem Lautsprecherständer sind Sie da eher auf der richtigen Seite. Achten Sie auch darauf, ob Schäden an der Anlage bei dem Betreiber versichert sind. Ist dies nicht der Fall greift bei Schäden in der Regel die Hausrats- oder Haftpflichtversicherung.

Ruhestörung vermeiden

Neben den technischen Gegebenheiten muss auch der Betrieb der Anlage rechtlich abgesichert sein. Bei privaten Veranstaltungen innerhalb der Wohnung, sollten die Nachbarn vorher verständigt werden. Trotzdem gilt ab 22 Uhr die Ruheordnung, sodass die Lautstärke diesen Regelungen angepasst werden muss, damit keine Ohrgeräusche am nächsten Tag in der Nachbarschaft auftreten. Wird ein Saal gemietet, sind die Konditionen und Regelungen vorher durch den Mietvertrag entsprechend festzulegen. Bei Festen im Freien oder im Garten gelten die üblichen Bestimmungen, auf Grillplätzen oder anderen öffentlichen Plätzen, sollte vorher beim Ordnungsamt nachgefragt werden.

Auch der ordnungsgemäße Transport muss gewährleistet werden. Größere Anlagen sollten bereits vom Vermieter in Flight-Cases untergebracht sein, damit sie nicht durch Kratzer oder Stöße beschädigt werden. Kleinere Anlagen sollten wenigstens stoßfest gesichert werden, besonders dann, wenn der Weg zum Festort nicht weiter befestigt ist. Während des Betriebs der Anlage sollte der Zugriff für Unbefugte nicht möglich sein. Einer der Partygäste sollte in der Lage sein, die Anlage den ganzen Abend zu beaufsichtigen.

Bild: panthermedia.net Alexander Limbach