Musik online kaufen: Das ist zu beachten

Es gibt zahlreiche Vertriebswege im Netz

Das Internet ist der Plattenladen der Nation. Es bietet so ziemlich alles, was Musikfreunde hören wollen oder können. Inzwischen haben sich etwa drei Anbieter herauskristallisiert, die unter Wahrung der Urheberrechte ein sehr umfangreiches Angebot machen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Qualität. Den meisten Titeln ist sogar noch eine kurze Musik-Rezension beigefügt. Ganze Alben zu kaufen ist etwas günstiger, aber die Titel können auch einzeln zu Playlists zusammengefügt werden. Und natürlich kann man die MP3s auch auf einen externen Player übertragen.

Legal ist nicht egal

Neben den Download-Portalen gibt es noch eine ganze Reihe legaler Angebote, die das sogenannte Streaming nutzen. Hier wird die Spieldauer per Monatsabo berechnet. Auch diese Angebote sind legal, eignen sich aber nur für den Hausgebrauch, denn wie der Name verrät, könne die Titel nur direkt am PC oder iPad abgespielt werden, in einer akzeptablen Qualität. Die Auswahl ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Neben den üblichen Chart-Hits und den üblichen Verdächtigen aus diversen Castingshows ist praktisch jeder Stil und jede musikalische Nische vertreten. Der Trend zum Internet nimmt zu.

CDs und andere

Neben Streaming und Downloadportalen gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit sich online CDs zu bestellen. Besonders ältere Nutzer machen von dieser Möglichkeit nach wie vor gerne Gebrauch. Das einschlägige Angebot ist groß, denn obwohl der Markt schrumpft, scheinen gerade Nischenbands und bestimmte Genres nach wie vor beliebt, zumal es immer noch genug Sammler gibt, die CDs vorziehen, weil sie die Musik auch gerne in den Schrank oder ins Regal stellen. Bei diesen Angeboten sollte beachtet werden, dass der Anbieter seriös ist. Und natürlich sollte im Hinblick auf die Lieferzeit und die Versandkosten auch beachtet werden, wo er sich befindet. Denn gerade der Kauf im Ausland kann zu Versandkosten führen, die den Preis einer CD leicht übersteigen. Von Bootlegs und Raubkopien sollte der Nutzer absehen. Sicher, jeder hat schon Mal raubkopiert. Allerdings ist Filesharing nach wie vor riskant und kann auch dazu führen, dass sich der Nutzer einige unangenehme Viren auf seinen Rechner runter lädt. Im Hinblick auf die Angebotsvielfalt ist Filesharing auch kontraproduktiv. Die meisten Bands sind heute gezwungen aus Gründen der Promotion zu veröffentlichen und verdienen dann mit den Auftritten. Insofern sollten verständnisvolle Nutzer auch im Hinblick auf die Werbung und den Vertrieb Rücksicht nehmen auf die Interessen der Verlage, besonders bei Nischenprodukten wie klassischer Musik.

Bild: panthermedia.net Yuri Arcurs